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Für Architekten

Neubau Kärcher Areal, Winnenden

Ausgestattet mit: LS 990 in Alpinweiß, WG800

1935 wurde die Alfred Kärcher GmbH & Co. KG von Alfred Kärcher (1901–1959) in Stuttgart-Bad Cannstatt gegründet. Vier Jahre später erfolgte dann der Umzug nach Winnenden, wo sich bis heute der Hauptsitz befindet. Bekannt wurde das Unternehmen durch seine gelben Reinigungsgeräte: Mit der Erfindung des ersten europäischen Heißwasser-Hochdruckreinigers im Jahr 1950 wurde der Grundstein für diese Entwicklung gelegt. Heute ist Kärcher weltweit führender Reinigungsspezialist. 1959 starb Alfred Kärcher, anschließend führte seine Frau Irene bis zu ihrem eigenen Tod 1989 die Geschicke der Firma weiter. Bis heute ist Kärcher ein Familienunternehmen.

In den vergangenen Jahren ist das international tätige Unternehmen für Reinigungsgeräte stark gewachsen. Der Platz für die Mitarbeiter wurde knapp, so dass Kärcher das 130.000 Quadratmeter große Areal einer ehemaligen Ziegelei für künftige Erweiterungen erwarb. Dazu lobte das Unternehmen Ende 2012 einen internationalen Wettbewerb aus, aus dem der Entwurf von Reichel Schlaier Architekten aus Stuttgart als Sieger hervorging.

Das Umfeld der Firma ist durch Ein- und Mehrfamilienhäuser, Industriebauten, Einkaufszentren, ein Bahnareal sowie Parkplätze sehr heterogen. Gleichzeitig haben die bestehenden Bauten alle eine geringe Höhe von nur zwei bis vier Geschossen. Der Vorschlag der Stuttgarter Architekten: Drei Gebäude mit unterschiedlichen Nutzungen für Verwaltung, Veranstaltung und Präsentation sowie eine Fußgängerbrücke zu bauen. Der Vorteil: Durch die Aufteilung auf drei Bauten entsteht auch noch ein Platz, der als Treffpunkt zum Arbeiten, zum Austausch mit Kunden und der Erweiterung bei Messen dient. Gleichzeitig verbindet das entstandene Forum die Neubau des Besucher- und Kundenzentrums, des Auditoriums und des Bürogebäudes und wird zum markanten Zentrum des neuen Areals.

Neubau Bürogebäude

Über eine neuerbaute Fußgängerbrücke ist das bestehende Kärcher-Gelände mit dem Platz und dem neuen Bürogebäude verbunden. Die transparente Fassade wirkt, im Zusammenspiel mit den weiteren Gebäuden, eher zurückhaltend. Im Inneren hingegen leuchten Elemente in der Firmenfarbe Gelb. Rings um den Innenhof liegen die Büroflächen für die Mitarbeiter. Auf diese Weise ist eine natürliche Belichtung und Belüftung der Räume möglich. Im neuen Bürogebäude wurden auf insgesamt vier Etagen 700 Arbeitsplätze geschaffen. Die Büroflächen des rechteckigen Baukörpers sind ringförmig um einen grünen Innenhof angeordnet. Die Gebäudetiefe von 13,50 m erlaubt eine durchgängige, natürliche Belichtung und Belüftung sowie eine hohe Flexibilität der Raumaufteilungen. Im Erdgeschoss befindet sich eine Cafeteria, die sich zum Innenhof hin öffnet. Durch die Sitzbänke und Tische und das warme Licht der Pendelleuchten wurde eine einladende Atmosphäre geschaffen. Ein Ort, an dem sich die Mitarbeiter zum gemeinsamen Mittagessen und Austausch Platz einfinden. Im kleinen Foyer im zweiten Obergeschoss ist die Verbindungsbrücke zum alten Firmengelände. Dieser Steg stellt für die Mitarbeiter eine direkte Verbindung über den Innenhof her.

Neubau Auditorium

Das neue Auditorium, mit auskragendem Dach, bietet in seinem Foyer ausreichend Platz für Veranstaltungen mit bis zu 800 Personen. Gleichzeitig kann er aber auch durch mobile Trennwände in zwei bis drei kleinere Einheiten unterteilt werden. Die großzügige Halle öffnet sich zum Platz hin und bietet bei Veranstaltungen ausreichend Freiraum. Der obere Teil der geschwungenen Trennwand zum Veranstaltungssaal ist mit einem 50 m langen Kärcher-Bildmotiv verkleidet, das durch eine Lichtfuge in der Decke beleuchtet wird. Durch dieses erhält das gesamte Gebäudeensemble ein Identität stiftendes Element. Die Dachkonstruktion ist mit verschieden breiten Segeln verkleidet. Neben einer akustischen Funktion, kühlen und beheizen sie den Saal. In den Fugen zwischen den Segeln befinden sich die linear angeordneten Beleuchtung- und Beschallungselemente. Die gebogene Wand ist ebenfalls mit akustisch wirksamen Elementen verkleidet.

Neubau Besucher- und Kundenzentrum

Die Ausstellungs- und Seminarräume befinden sich im neugebauten Besucher- und Kundenzentrum. Mit seiner Fassade aus Sichtmauerwerk verweist es zum einen auf die historische Ziegelei, zum anderen schafft es einen klaren Kontrast zu den vollständig verglasten Gebäuden für Büros und Veranstaltungen. Besucher betreten das Gebäude durch eine L-förmig, entlang des Platzes verlaufende verglaste Fuge.

Auf der Nordseite des Platzes gelangt man in ein zweigeschossiges Café, in dem sich Mitarbeiter zum Austausch untereinander oder mit Kunden treffen können. Auf der Westseite schließt das Foyer an die Präsentations- und Messebereiche an. Eine Ebene darüber, die sich als leichte Stahlkonstruktion von den Wänden löst, befindet sich ein Ausstellungsbereich, für Preise und Auszeichnungen der Firma. In den zentralen Ausstellungraum gelangt man direkt vom Foyer aus. Diese 800 qm große und 8 m hohe Halle, wird auch für Messen genutzt. Hieran ist ein überdeckter Außenbereich angeschlossen, in welchem Produkte, wie Kehrmaschinen präsentiert werden. Auf der Nordseite der Halle schließen sich die Konferenz- und Seminarräume an.

Gestaltung des Platzes

Zwischen den drei Neubauten befindet sich der neu entstandene Platz. Optisch reduziert, durch den einheitlichen dunkelgrauen Pflasterbelag. Die zentrale Stelle wird durch breite Streifen aus hellen Betonfertigteilen markiert. Hier befinden sich die Bestuhlung des Cafés im Besucher- und Kundenzentrum, die Messe- und Präsentationsfläche sowie der Treffpunkt der Mitarbeiter.

Neubau der Verbindungsbrücke

Die Fußgängerbrücke verbindet als großer Fachwerkträger das neue Areal mit dem Firmengelände. Als Schutz vor Witterung ist das Fachwerk mit Industrieglas verkleidet.

Ausgestattet sind die Bauten mit dem Schalterklassiker LS 990 in Alpinweiß von JUNG. Die klassische Ausführung mit schmalem Rahmen passt sich harmonisch der Umgebung an. Das spritzwassergeschützte Programm WG 800 – witterungs- und weitestgehend UV-beständig aus bruchsicherem Thermoplast – setzt mit viel Raum für die Verdrahtung Maßstäbe für die professionelle Elektroinstallation.

Verwendete Designs und Technologien

LS 990 in Alpinweiß

LS 990 in Alpinweiß

Durch hohe Qualität und eine klare Form bewährt sich LS 990 seit rund 50 Jahren. Die klassische Ausführung dieses Schalters mit seinem schmalen Rahmen passt harmonisch in jede Umgebung. Puristische Eleganz in Duroplast oder Echtmetall gibt bei dieser Serie den Ton an. Dank des großen Funktionsspektrums sind vielseitige Anwendungen möglich. So lassen sich architektonisch anspruchsvolle Vorstellungen konsequent verwirklichen. Die Rahmen 1- bis 5fach sind waagerecht und senkrecht einsetzbar.

LS 990

WG 800

WG 800

Viel Raum für die Verdrahtung Vollendet in Form und Funktion, witterungs- und weitestgehend UV-beständig und aus bruchsicherem Thermoplast: Das außerdem spritzwassergeschützte Programm WG 800 ist beleuchtbar sowie durchgängig beschriftbar und setzt mit viel Raum für die Verdrahtung Maßstäbe für die professionelle Elektroinstallation.

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