Penthouse am Strausberger Platz, Berlin | Deutschland
Das Berliner „Haus des Kindes“ am Strausberger Platz ist ein Werk von Hermann Henselmann (1905-1995), dem vielleicht bekanntesten Architekten der DDR. Das Gebäude entstand zu Beginn der 1950er-Jahre im Stile des Sozialistischen Klassizismus und gehörte zum städtebaulichen Ensemble der Stalinallee (heute Karl-Marx-Allee), mit dem sich die damals noch junge DDR baulich als neuer deutscher Staat repräsentieren wollte. Auch Henselmann selbst lebte mit seiner Familie im „Haus des Kindes“. Es gilt bis heute als „Perle des frühen sozialistischen Bauens“ und zeichnete sich schon in der Entstehungszeit durch feine handwerkliche Details und hochwertige Materialien aus. Heute steht es wie das gesamte Ensemble unter Denkmalschutz. Eine freie Wohnung im zehnten Stock des markanten Wohnhochhauses wurde nun durch das Berliner Architekturbüro Bonauer Bölling unter Berücksichtigung aller denkmalschutzrechtlichen Vorgaben und mit viel Liebe zum Detail restauriert, saniert und barrierefrei gestaltet.
Die Wohnung ist im Grundriss durch eine großzügige Diele geprägt, von der aus die angrenzenden Wohnräume erschlossen werden. Bad und Küche waren ursprünglich als schmale Raumeinheiten zur Fassade hin orientiert. Durch einen zusätzlichen Raum, der als „Technikraum“ vormals nur von der Aufzugslobby aus zugänglich war, konnten beide Räume neu organisiert und die Wohnung den Ansprüchen an eine zeitgemäße, barrierefreie Nutzung angepasst werden. Nach restauratorischen Voruntersuchungen erhielten die historischen Raumschalen der übrigen Räume ihre ursprüngliche Putzstruktur und Farbigkeit zurück. Zeitgenössische Einbauten entstanden nach dem Prinzip eingestellter „Räume im Raum“. Deren Gestaltung führt bewusst die besondere handwerkliche Tradition und Materialfinesse des Hauses fort. So beauftragten Markus Bonauer und Michael Bölling mit der Umsetzung vor allem kleine, feine Manufakturen aus Berlin und dem Umland. Mittels moderner Vermessungsverfahren, akribischer Detailplanungen und handwerklichem Geschick entstanden so etwa der maßgefertigte Waschtisch und eine rollstuhlgerechte Dusche aus Marmor. Edle Wandverkleidungen aus Räuchereiche verbergen wiederum auf subtile Weise haustechnische Anlagen wie Heizkörper, Hebeanlagen, Medien- und Lüftungstechnik.
Darüber hinaus bieten maßgefertigte Einbauschränke bis ins Detail hinein strukturierten Raum für Vorräte, Medientechnik, Schuhe und Garderobe. Ihre furnierten Holzoberflächen und der dunkle Marmor des Bades ergänzen die bestehende Materialpalette und Farbigkeit der Bestandsräume und verleihen dem Apartment einen eleganten und zeitlosen Charakter. Auch die gewählten Elektroinstallationskomponenten – Schalter, Steckdosen und Temperaturregler – entsprechen ganz dem gestalterischen Duktus und dem qualitativen Anspruch der Wohnung. Bonauer Bölling griffen dafür auf die Schalterprogramme LS ZERO und LS 990 von JUNG zurück. Schalter und Steckdosen der Reihe LS 990 in Lichtgrau harmonieren perfekt mit den dezenten Wandfarben der historischen Räume. Das für den flächenbündigen Einbau in Wandflächen und Möbel konzipierte Programm LS ZERO wurden wiederum in die neuen hölzernen Wandvertäfelungen integriert. Passend zu Struktur und Farbe der Räuchereiche wurde für Schalter und Temperaturregler die Ausführung Aluminium Dark gewählt, deren feiner Bronzeton in Kombination mit dem dunklen Holz eine höchst elegante Wirkung erzielt.
Ort |
Berlin, Deutschland |
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Design |
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Architekt |
Bonauer Bölling Partnerschaft von Architekten mbB |
Verwendete Designs und Technologien
LS ZERO
Flächen. Bündig. Erhaben über den Zeitgeschmack, unabhängig von Trends: Einrichtungskonzepte bekommen mit LS ZERO eine stringente gestalterische Aussage.
LS 990 in Lichtgrau
Der Klassiker unter den Flächenschaltern Durch hohe Qualität und eine klare Form bewährt sich LS 990 seit rund 50 Jahren. Die klassische Ausführung dieses Schalters mit seinem schmalen Rahmen passt harmonisch in jede Umgebung. Puristische Eleganz in Duroplast oder Echtmetall gibt bei dieser Serie den Ton an. Dank des großen Funktionsspektrums sind vielseitige Anwendungen möglich. So lassen sich architektonisch anspruchsvolle Vorstellungen konsequent verwirklichen. Die Rahmen 1- bis 5fach sind waagerecht und senkrecht einsetzbar.