Inklusives Design mit JUNG
Barrierefreie Bäder und WCs mit farbenfrohen Schaltern
Für die ästhetische Gestaltung von barrierefreien Bädern und WCs bietet JUNG im Schalterprogramm LS 990 Notrufsysteme in der kompletten Farbauswahl von Les Couleurs® Le Corbusier an. In Kooperation mit farblich identischen Produkten weiterer Hersteller, beispielsweise den Türdrückern von FSB, lassen sich so Sanitärräume schaffen, die beides gleichermaßen sind: inklusiv und ästhetisch!
Gutes Design sollte auch bei der Gestaltung von barrierefreien Bädern und WCs eine Selbstverständlichkeit sein. Oft wird der Fokus jedoch auf die rein funktionalen Aspekte der Barrierefreiheit gerichtet – das ist zunächst richtig und auch gesetzlich vorgeschrieben. Die Frage der Ästhetik völlig außer Acht zu lassen, ist jedoch ein Versäumnis, denn so wie alle Menschen mit unterschiedlichen körperlichen Fähigkeiten ein Recht auf Funktionalität und Zugänglichkeit haben, haben sie auch ein Recht auf Individualität und Wohlbefinden.
Ein barrierefreies Bad oder WC ist darauf ausgerichtet, eine sichere und komfortable Umgebung für alle Benutzergruppen zu schaffen, unabhängig von deren körperlichen Fähigkeiten oder Einschränkungen. Barrierefreie Sanitäreinrichtungen müssen leicht zugänglich und einfach zu nutzen sein. Die Sicherheit steht dabei an erster Stelle. Ein gutes barrierefreies Design berücksichtigt rutschfeste Oberflächen, stabile Haltegriffe und ausreichende Beleuchtung, um Unfälle im Badezimmer zu vermeiden. Die Bäder und WCs müssen inklusiv sein, das heißt, sie müssen die Bedürfnisse vieler unterschiedlicher Nutzergruppen gleichermaßen berücksichtigen. Befinden sie sich in öffentlichen Gebäuden, müssen sie zudem laut DIN 18040-1 mit einer Notrufanlage ausgestattet sein.
Lösungen für den Notfall
JUNG bietet Notrufsysteme an, die es den betroffenen Personen im Notfall, etwa bei einem Sturz, ermöglichen, schnell und einfach Hilfe zu holen. In den Serien AS, CD und LS werden dabei Komponenten als Einzelmodule oder ganze Sets angeboten, die beispielsweise aus Zugtaster, Rufmodul, Abstelltaster und Netzteil zur Spannungsversorgung des Notrufsystems bestehen. Wird der Zug- oder Ruftaster durch eine hilfesuchende Person betätigt, wird der Hilferuf optisch und auf Wunsch auch akustisch durch das Rufmodul angezeigt. Zusätzlich zeigen Zug- und Ruftaster den Notruf auch mit einem roten Beruhigungslicht an. Der Ruf bleibt so lange aktiv, bis er vom technischen oder pflegenden Personal über den Abstelltaster deaktiviert wird.
In Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen ist zudem gemäß DIN VDE 0834 unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) notwendig, die durch ein sogenanntes USV-Modul gewährleistet wird. Über eine Dienstzimmereinheit, die im Personal- oder Empfangsraum einer Einrichtung installiert ist, wird die Anwesenheit einer Person in Bad oder WC angezeigt, bei Bedarf kann dort auch das akustische Notrufsignal des Rufmoduls temporär unterdrückt werden. In größeren Gesundheitsbauten dient ein Dienstzimmerterminal der zentralen Überwachung mehrerer Räume bzw. Notrufsysteme. Über ein integriertes Display werden am Terminal bis zu 20 eingehende Notrufe optisch und akustisch angezeigt. Die JUNG Notrufsets erfüllen nicht nur alle Vorgaben der DIN 18040-1 für öffentlich zugängliche Gebäude, sie entsprechen auch der zentralen Norm zur Realisierung von Rufanlagen des Verbandes Deutscher Elektrotechniker (DIN VDE 0834) für Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser und andere öffentliche Einrichtungen. Die Notrufkomponenten aus der LS Serie können zudem in allen 63 Farbtönen der Les Couleurs® Le Corbusier-Reihe in ein ganzheitliches Design eingebettet werden, wodurch die Gestaltungsmöglichkeiten für barrierefreie Sanitäreinrichtungen um ein Vielfaches erweitert werden.
Mehrwert von Farbe
Eine stilvolle und ansprechende Gestaltung barrierefreier Einrichtungen, die selbstverständlich alle Prämissen der Funktionalität und Sicherheit erfüllen muss, trägt wertschätzend zum Wohlbefinden der Nutzerinnen und Nutzer bei. Die geschickte Integration von unterstützenden Elementen wie Haltegriffen und Sitzen in ein ästhetisches Gesamtdesign wird als Mehrwert, Bereicherung und positive Anerkennung empfunden. Ein geschicktes Farbdesign verbessert die Sichtbarkeit von wichtigen Elementen wie Handläufen und Türkanten sowie Schaltern und Notrufsystemen durch visuelle Kontraste. Dies ist besonders für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen von entscheidender Bedeutung. Zudem haben Farben immer auch eine emotionale Wirkung. Helle und freundliche Töne schaffen eine positive Atmosphäre, sorgen für Entspannung und das Wohlbefinden der Benutzer/-innen. Gerade in Sanitärbereichen als intimste Orte der Privatsphäre sind Menschen hierfür besonders empfänglich.
Inklusion bedeutet Individualität
Durch Bestimmungen wie Normen und Regelwerke sind barrierefreie Sanitäreinrichtungen häufig standardisiert. Tatsächlich lassen sich aber die funktionalen Vorgaben auch unter Berücksichtigung von Designtrends und Farbkonzepten einhalten. Ein modernes und zeitgemäßes Erscheinungsbild, das individuelle Vorlieben, Stilrichtungen oder kulturelle Präferenzen transportiert, sorgt dafür, dass die Barrierefreiheit nicht länger als Kompromiss, sondern als integraler Bestandteil eines zeitgemäßen Lebensstils verstanden wird. Farbe und ästhetisches Design in barrierefreien Sanitäreinrichtungen schaffen eine Umgebung, die beispielsweise in Hotels, Unternehmen oder öffentlichen Gebäuden ein klares Statement für Inklusion und Gleichberechtigung setzt. Es ist ein Schritt in Richtung einer inklusiven und bunten Gesellschaft, an der jeder gleichberechtigt teilnehmen kann.
Bildmaterial:
© JUNG / Danthree Studio
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