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  • Rückansicht der JUNG Gründervilla und des Neubaus
Copyright: Henrik Schipper

Zukunft braucht Herkunft. Die JUNG Gründervilla.

Die 1928 für den Firmengründer Albrecht Jung erbaute Villa in Schalksmühle wurde im Frühjahr 2024 als Begegnungs- und Dienstleistungszentrum neu eröffnet. Für die außerordentliche gestalterische Leistung wurde die Gründervilla von der Jury des German Design Award mit der Auszeichnung "Winner" geehrt.
Die Gebäudetechnik der sanierten JUNG Gründervilla mit Teilneubau setzt auf regenerative Energien, auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und – anders als man es von einem Elektrohersteller erwarten würde – auf einen auf das Notwendige reduzierten Technikeinsatz. Die JUNG Gründervilla ist kein Showroom. Sie ist ein multifunktionales Büro-, Veranstaltungs und Wohngebäude, bei dessen Sanierung und dem Betrieb die Themen Verantwortung, Haltung und Effizienz eine wichtige Rolle spielen.
Ausgezeichnet mit dem German Design Award
Im Jahr 2025 wurde die Gründervilla für die moderne Umgestaltung mit der Auszeichnung "Winner" in der Kategorie „Excellent Architecture“ geehrt. Die Jury des German Design Award hob besonders die gelungene Verbindung von historischer Substanz und modernem Design hervor, wodurch ein inspirierender Ort für Begegnungen und Dienstleistungen geschaffen wurde. Mit ihrer Entscheidung hat die Jury bestätigt, was wir schon lange wissen: Zukunft braucht Herkunft.
Digitale Ausgabe "Bauwelt Einblick"
Die 15. Ausgabe Bauwelt Einblick steht ganz im Zeichen des Umbauprojekts der JUNG Gründervilla. Der Entwicklungsprozess wird darin durch Reportagen, Interviews und einer Bilderstrecke dokumentiert. 

Dieses umfassende Porträt steht als kostenloses Download-PDF zur Verfügung – ein lesenswerter Einblick in unser Engagement für Fortschritt als gelebte Tradition.

Offene Raumabfolgen im Altbau lassen vielfältige Durchblicke zu.

Wandfarben aus der Farbklaviatur Les Couleurs® Le Corbusier verleihen den Räumen Frische und Heiterkeit. Im großen Besprechungsraum in der Farbe vert anglais pâle (32042) passen sich Konferenztisch und Deckenleuchte im Radius an das halbrunde Erkerfenster an.
Das Kaminzimmer ist in vert anglais clair (32041) gestaltet. Durch die dreigeflügelte Falttürwand geht der Blick zurück ins Foyer bis zur Eingangstüre. 
Zum Neubau, der „Schalterhalle“, gelangt man über eine skulpturale, mehrfach gekrümmte Treppenkonstruktion aus weiß lackiertem Stahl, die monolithisch Handläufe und Stufen in sich vereint.
Klar gekennzeichnete Symbole markieren die Wegeführung und Lichtakzente begleiten den Übergang zwischen Villa und Neubau.
Zur „Schalterhalle“ führt eine gekrümmte Treppenskulptur aus lackiertem Stahl mit monolithischen Handläufen.
Im tiefergelegten Neubau münden Eingang, Garderobe und Firmengalerie in den multifunktionalen Hauptraum mit prägnanter Stütze, der sich ebenerdig zum Gartenniveau öffnet.

In den Innenräumen wurde Wert auf haptische Oberflächen und ein harmonisches Zusammenspiel von Materialität und Farbe gelegt.

In der Villa setzen einzelne Wände und Interieurs farbige Akzente. Dabei sind die technischen Details überall gekonnt sichtbar eingepasst.
Im WC-Waschraum sowie im gesamten Neubau überwiegen klare Formen und dunkle Töne.
Hier sehen Sie weitere Einblicke in die beeindruckende Architektur der Gründervilla und des neu errichteten Pavillons. Die Bilder fangen die besondere Atmosphäre und das harmonische Zusammenspiel von Alt und Neu ein, die das Gebäudeensemble auszeichnen. Entdecken Sie Details der historischen Bausubstanz sowie moderne Akzente, die das zeitgemäße Design unterstreichen und die einzigartige Transformation der Villa erlebbar machen.

Jung, dynamisch, kreativ

Der Wettbewerb setzte in besonderem Maße auf die Kompetenz junger Architekturbüros, sodass eine Bürogründung ab 2011 Voraussetzung für die Teilnahme war. Im Gegensatz zu den meisten Verfahren im deutschen Wettbewerbswesen wurde damit bewusst auf die frischen Ideen und das Fachwissen junger Architekten gesetzt.
Neben dem vierköpfigen Fachpreisgericht aus dem Hause JUNG bestand die Jury aus Peter Cachola Schmal vom Deutschen Architekturmuseum sowie den Architekten und Architektinnen Sabine Keggenhoff, Jan Kleihues, Elke Reichel, Roger Riewe und Michael Schumacher. Sie hatten insgesamt 33 Arbeiten aus Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden, Österreich und Luxemburg zu bewerten.
  • Jede Einreichung wurde genau betrachtet.
  • Die Fachpreisjury
  • nga Nehse & Gerstein Architekten BDA, Hannover
  • Der Entwurf stärkt die Identität des Ortes, indem er die bestehende Villa freistellt, neue Blickbezüge und Perspektiven generiert.
Der Siegerentwurf nga Nehse & Gerstein Architekten BDA, Hannover
Der Entwurf überzeugt durch „seine architektonischen Qualitäten, durch die Situierung und Proportionierung des Neubaus und den respektvollen Umgang mit der bestehenden Villa“ (Jury). Er stärkt die Identität des Ortes, indem er die bestehende Villa freistellt, neue Blickbezüge und Perspektiven generiert und die Gartenanlage durch die daraus resultierende räumliche Fassung deutlich aufwertet.
Einen zweiten Preis erhielt die Kooperation der Architekten Feyyaz Berber und Timo Steinmann aus Köln mit ihrem „formal eigenständigen Entwurfskonzept, das eine starke und überraschende Haltung vertritt“ (Jury). Ein weiterer zweiter Preis ging an Studio Yonder aus Stuttgart mit ihrem Entwurf eines „freien Pavillons, der sich in eigenständiger, spielerischer, leichter Art und Weise als vertikal gefächerter und strukturierter Baukörper positioniert“ (Jury).
Als besondere Anerkennung wurden die Arbeiten der Büros Studio 2XK aus Münster und BURUCKERBARNIKOL aus Dresden jeweils mit einem Ankauf gewürdigt.
studio2XK, Münster
Weitere bemerkenswerte Einreichungen
3-EFF raumidentitäten, Stuttgart
architekturfabrik mingrone, melchert, klatte, Oldenburg
Atelier . Schmelzer . Weber Architekten, Dresden
Becker & Umbricht Architekten, Zürich
BERGHAUS ARCHITEKTEN, Düsseldorf
Helena Bödefeld, Brilon
C A T A L A N O Q U I E L Architekten, Köln
Coenen Sättele Architecten, Maastricht
Karlo Filipovic, Frankfurt a.M.
Walter Gebhardt Architekt, Hamburg
ROBERT GÖHRINGER, Heidelberg
Grubert Verhülsdonk, Berlin
Halbtuch Architekten mit Bartek Juretko, Wuppertal
Stefanie Hanel, Köln
Helten Wertgen Architektur, Zürich
LACORD Architecte, Luxembourg
MEER architekten, München
MMEH Architekten, Hamburg
BENJAMIN VON PIDOLL ARCHITEKTUR, Köln
crayen bergedieck klasing, Bielefeld
Niko Saloustros, Dortmund
SCARCH, Hannover
Florian Schafschetzy, Wien
Milan Schmitt Architektur, Halstenbek
SCHÖNE SCHWARZ ARCHITEKTUR, Dresden
soll sasse architekten, Dortmund
Romina Streffing, Zürich
TYP A. | ARCHITEKTENTEAM, Bochum

Baubeginn und Bauphase

Die 2019 beginnende Bauphase der JUNG Gründervilla ist ein sorgfältig umgesetztes Projekt, das den historischen Charakter des Gebäudes bewahrt und gleichzeitig modernste Technik integriert. In enger Zusammenarbeit mit den Architekten von NG Architekten wurde das Gebäude umfassend saniert und umgebaut. Ziel war es, die historische Bausubstanz zu erhalten und gleichzeitig einen modernen, repräsentativen Firmensitz zu schaffen.
Diese Bilderstrecke dokumentiert den Um- und Ausbau der Gründervilla. Hier erleben Sie die architektonischen Veränderungen, die aus dem historischen Wohnsitz des Firmengründers ein modernes, funktionales und repräsentatives Gebäude gemacht haben.

Produkte und Materialien

Die JUNG Gründervilla ist nicht nur ein architektonisches Meisterwerk, sondern auch ein Zeugnis für nachhaltiges Bauen und höchste Qualitätsstandards. Bei der Auswahl der Materialien und Produkte wurde besonderer Wert auf Langlebigkeit, Funktionalität und Umweltverträglichkeit gelegt.