LS – ein wahrer Klassiker
Ein wahrer Klassiker ist ein Produkt aus einer anderen Ära, das mühelos jeden Trend übersteht. Mit nur minimalen Veränderungen passt er sich neuen Gegebenheiten und Herausforderungen an. Ein echter Klassiker setzt Maßstäbe über Dekaden. Er ist allgemeingültig und zeitlos.
Am 30. Juni 1967 wird das Patent für die Konstruktion des modularen Systems LS angemeldet – ein Schritt, der heute als Meilenstein in der Schalterarchitektur gilt. Zum Zeitpunkt der Anmeldung ist jedoch nicht absehbar, welche Tragweite dieses konstruktive Prinzip entwickeln wird. Die Idee eines klar strukturierten, modularen Aufbaus schafft die Grundlage für eine Systemarchitektur, die gestalterische Freiheit mit technischer Präzision verbindet. Das zugrunde liegende Konstruktionsprinzip ermöglicht die konsequente Trennung von Funktion und Design. Dieser Ansatz erhöht die planerische Flexibilität und gewährleistet eine langfristige Systemkontinuität.
Für Architektinnen und Architekten bedeutet dieses Prinzip vor allem eines: Verlässlichkeit im Entwurf. Das modulare System LS steht für Maßhaltigkeit, Reduktion und eine formal klare Linienführung, die sich in unterschiedlichste architektonische Kontexte integrieren lässt – von denkmalgeschützten Bestandsbauten bis hin zu zeitgenössischen Neubauten. Was 1967 als konstruktive Innovation begann, entwickelte sich zu einem dauerhaften Systemgedanken. Die Patentanmeldung markiert somit nicht nur den Ursprung einer technischen Lösung, sondern auch den Beginn einer bis heute andauernden architektonisch relevanten Kontinuität.