20 Jahre JUNG Architekturgespräche
Ein Jubiläum für den internationalen Dialog der Baukultur
Seit zwei Jahrzehnten öffnen die JUNG Architekturgespräche Räume für Austausch, Inspiration und neue Perspektiven. Was im Jahr 2006 als ambitionierte Idee begann – Architektinnen und Architekten eine unabhängige Bühne für relevante Fragen der Baukultur zu bieten – hat sich zu einem international beachteten Format entwickelt, das Denkanstöße gibt, Debatten anregt und Menschen aus aller Welt miteinander verbindet. 2026 feiert JUNG einen besonderen Meilenstein: das 20-jährige Jubiläum der Gesprächsreihe.
Ein Forum für relevante architektonische Positionen
Von Anfang an standen die JUNG Architekturgespräche für einen offenen, inhaltlich anspruchsvollen Dialog. Die Veranstaltungen bringen Vordenker/innen, junge Büros, etablierte Architekturgrößen und interdisziplinäre Stimmen zusammen. Dabei rücken Themen in den Mittelpunkt, die die Branche bewegen: ressourcenschonendes Planen, gesellschaftliche Verantwortung, digitale Werkzeuge, städtebauliche Dynamiken oder neue Ansätze der Planungskultur. Die Gespräche sind frei von werblicher Agenda und folgen allein dem Ziel, Raum für Debatten und Austausch zu geben.
Jubiläumsjahr 2026: 17 Architekturgespräche weltweit
Im Jubiläumsjahr entfalten die Architekturgespräche eine besondere geografische und thematische Breite. In Deutschland finden sie in Stuttgart, Hannover und Dresden im Frühjahr statt, gefolgt von Frankfurt, Berlin und Freiburg im Sommer sowie Düsseldorf, Hamburg und München im Herbst. Ergänzt wird das Programm durch ein weiterwachsendes internationales Netzwerk, das im Jahr 2026 noch einmal deutlich an Reichweite gewinnt. Geplant sind Veranstaltungen in Vilnius (Litauen), Bilbao (Spanien), Kuala Lumpur (Malaysia), Warschau (Polen), Valencia (Spanien), Tallinn (Estland), Bangkok (Thailand) und Seoul (Südkorea). Insgesamt ergibt sich damit ein weltumspannendes Programm von siebzehn Architekturgesprächen, die regionale Besonderheiten aufgreifen und zugleich globale Perspektiven miteinander verknüpfen.
Zwanzig Jahre geprägt von Qualität, Kontinuität und kulturellem Anspruch
Die Erfolgsgeschichte der Architekturgespräche basiert auf der konsequenten inhaltlichen Ausrichtung. Inspirierende Positionen, sorgfältig kuratierte Programme und ein bewusst dialogorientiertes Format prägen die Veranstaltungen seit der ersten Stunde. Der Anspruch war und ist, einen Beitrag zur Baukultur zu leisten – unabhängig, fachlich fundiert und in enger Verbindung mit der internationalen Architekturszene.
„Seit vielen Jahren begrüße ich Architektinnen und Architekten zu den JUNG Architekturgesprächen – und jedes einzelne zeigt mir aufs Neue, wie wichtig Orte des lebendigen Austauschs für unsere Branche sind“, freut sich Wiebke Becker, Leiterin Pre-Marketing bei JUNG. „Dieses Format lebt von der Vielfalt der Stimmen, vom gegenseitigen Lernen und von der Offenheit, über Grenzen hinweg zu denken. Dass wir dieses Jubiläum gemeinsam mit so vielen langjährigen Wegbegleiter/innen feiern dürfen, erfüllt mich mit großer Dankbarkeit.“
Auch international hat sich das Format fest etabliert: „Die Architekturgespräche sind längst ein kultureller Brückenschlag – von Europa bis Asien“, ergänzt Dijane Slavic aus der JUNG Architekturkommunikation, die die internationalen Veranstaltungen vor Ort begleitet. „In jedem Land entstehen andere Fragestellungen, andere Perspektiven, andere Dynamiken. Gerade dieser Vielfalt verdanken die Gespräche ihre besondere Energie. Sie zeigen, wie global Baukultur gedacht und weiterentwickelt werden kann.“
Mit dem Jubiläumsjahr 2026 bekräftigt JUNG sein Engagement für den internationalen Wissensaustausch und die Weiterentwicklung architektonischer Diskursformate. Die Architekturgespräche bleiben ein Ort, an dem Fragen der Gegenwart verhandelt, Visionen sichtbar gemacht und neue Wege des Bauens gemeinsam gedacht werden – heute wichtiger denn je.
JUNG Architekturgespräche 2026 in Deutschland
Im Jubiläumsjahr 2026 widmen sich die JUNG Architekturgespräche unter dem Motto „20 Years“ den großen Fragen unserer gebauten Zukunft. Die Veranstaltungen in Stuttgart, Hannover, Dresden, Frankfurt, Berlin, Freiburg, Düsseldorf, Hamburg und München stellen jene Themen in den Mittelpunkt, die Architektur als gesellschaftliche und kulturelle Aufgabe verstehen und unser Zusammenleben in den kommenden Jahren entscheidend prägen werden.
Der inhaltliche Bogen spannt sich von der grundlegenden Frage, wie wir Menschen ein Zuhause geben, über den Umgang mit Bildungs- und Infrastrukturgebäuden bis hin zu Strategien, Städte neu zu denken und soziale sowie private Räume zu gestalten. Die Reihe nimmt dabei sowohl klassische Bauaufgaben als auch aktuelle Herausforderungen in den Blick: Wohnungsbau, Schulbau, Infrastrukturentwicklung, Kulturorte, Aneignungsstrategien im urbanen Kontext, gemeinschaftliches Wohnen, Interior Design, Einfamilienhauskulturen und moderne Arbeitswelten.
In Stuttgart am 15. Januar eröffnet das Thema „Ein Zuhause geben“ die Reihe und setzt den Fokus auf zeitgemäße Wohnungsbauten. Weiter geht es in Hannover am 12. Februar mit „Schule machen“, wo neue Anforderungen an Bildungsbauten diskutiert werden. In Dresden richten Expert/innen und Teilnehmende am 17. März den Blick auf die Zukunft von Infrastrukturbauten und deren Rolle für resiliente Stadträume. Im Frühjahr folgen Gespräche am 5. Mai in Frankfurt am Main mit dem Thema „Gesellschaft verorten“ zu Kulturbau-orientierten Fragestellungen und am 22. Juni in Berlin mit dem Titel „Stadt selber machen“ zu Aneignungsstrategien im urbanen Kontext. Die Veranstaltung in Freiburg am 9. Juli widmet sich unter dem Titel „Zusammenleben gestalten“ neuen Wohnformen und gemeinschaftlichen Lebensmodellen. Im Herbst verschiebt sich der Fokus stärker ins Innere der Architektur: Das Architekturgespräch in Düsseldorf am 10. September thematisiert das zeitgenössische Interior Design, bevor in Hamburg am 8. Oktober mit „Träume bauen“ die aktuelle Debatte rund um das Einfamilienhaus aufgegriffen wird. Den Jahresabschluss bilden die JUNG Architekturgespräche in München am 12. November mit „Arbeit planen“, einer Auseinandersetzung mit den Arbeitswelten von morgen.
Damit bietet die Veranstaltungsreihe ein facettenreiches Programm, das Architektur als kulturelle Praxis versteht, die tief in gesellschaftliche Prozesse eingreift. Die JUNG Architekturgespräche 2026 laden dazu ein, über Verantwortung, Ressourcen, Gestaltung und das Miteinander von morgen nachzudenken – und diese Perspektiven im Dialog mit Expertinnen und Experten weiterzuentwickeln.
STUTTGART, 15.01.2026: EIN ZUHAUSE GEBEN | Innovative, soziale und nachhaltige Wohnbauten
Staatsgalerie Stuttgart, Konrad-Adenauer-Straße 30-32, 70173 Stuttgart
Einlass 18.00 Uhr / Beginn 19.00 Uhr / Get-together ca. 21 Uhr
Am 15. Januar findet in Stuttgart mit der Moderatorin Petra Stephan, Chefredakteurin des Architekturmagazins AIT, das erste deutsche JUNG Architekturgespräch des Jahres 2026 statt. Die Veranstaltung in der Staatsgalerie widmet sich dem Thema „Ein Zuhause geben“ und rückt aktuelle Positionen zum sozialen, innovativen und nachhaltigen Wohnungsbau in den Fokus. Zu den Referierenden zählt Antje Freiesleben vom Berliner Büro Modersohn & Freiesleben. Sie stellt unter anderem das Projekt „Haus im Park“ vor, einen zeitgemäßen Holzhybridbau auf einem parkartigen Grundstück in Berlin-Pankow, der Wohnraum für Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung schafft. Aus Köln nehmen Sven Aretz und Jakob Dürr vom Büro Aretz Dürr Architektur teil. Sie präsentieren das Projekt „Wohnen F // 9“, einen modularen Wohnungsbau im dichten Gefüge der Kölner Altstadt, nominiert als Finalist für den DAM Preis 2026. Ebenfalls auf dem Podium vertreten sind Gesche Bengtsson, Elena Masla und Zora Syren vom Münchner Büro etal.. Ihr Projekt „Robustes Haus“, ein Mehrgenerationenhaus, ist der erste Neubau des Mietshäuser Syndikats in München und wurde unter anderem mit dem Bauwelt-Preis „Das erste Haus“ ausgezeichnet.
HANNOVER, 12.02.2026: SCHULE MACHEN | Innovative und nachhaltige Bildungsbauten
Sprengel Museum / Calder-Saal, Kurt-Schwitters-Platz 1, 30169 Hannover
Einlass 18.00 Uhr / Beginn 19.00 Uhr / Get-together ca. 21.00 Uhr
Am 12. Februar machen die JUNG Architekturgespräche zum vierten Mal Station in der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover. In Kooperation mit dem BDA Landesverband Niedersachsen findet die Veranstaltung unter dem Titel „Schule machen“ im Calder-Saal des Sprengel Museums statt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Bildungsbauten der Zukunft aussehen können und welche architektonischen Konzepte den Anforderungen zeitgemäßer Kindergärten und Schulen gerecht werden. Einen Einblick in aktuelle Ansätze gibt Christopher Frett vom Kölner Büro Bruncken Frett Architekten, das sich seit vielen Jahren mit Schulbauprojekten und den strukturellen Vorbereitungsphasen solcher Vorhaben beschäftigt. Die Rolle der frühen Entwicklungsphase, der sogenannten Phase 0, bildet einen Schwerpunkt seines Beitrags. Aus Konstanz bringt Karin Meid-Bächle von bächlemeid architekten ein Projekt mit, das exemplarisch für die Verbindung unterschiedlicher Nutzungen steht: ein Feuerwehrhaus mit kombinierter Kindertagesstätte in Waldshut. Mit Anna Popelka und Georg Poduschka vom Wiener Büro PPAG architects kommt ein weiteres international beachtetes Beispiel auf die Bühne. Ihr Schulneubau in der Berliner Allee der Kosmonauten, nominiert für den DAM Preis 2026, zeigt neue räumliche Organisationsmodelle wie das Konzept der Compartmentschule. Die abschließende Diskussion wird durch Tatjana Sabljo, Vorsitzende des BDA Landesverbands Niedersachsen, ergänzt. Die Moderation übernimmt Dr. Thomas Welter, Bundesgeschäftsführer des BDA.
DRESDEN, 17.03.2026: INFRASTRUKTUREN BAUEN | Wie gelingt es, Funktionalität und Ästhetik zu verbinden?
Haus der Kathedrale, Schloßstraße 24, 01067 Dresden
Einlass 18.00 Uhr / Beginn 19.00 Uhr / Get-together ca. 21.00 Uhr
Am 17. März finden die JUNG Architekturgespräche zum zweiten Mal in Dresden statt. In Kooperation mit dem BDA Landesverband Sachsen wird im Haus der Kathedrale das Thema „Infrastrukturen bauen“ in den Mittelpunkt gestellt. Die Veranstaltung widmet sich der Frage, welche architektonischen Ansätze zeitgemäße Infrastrukturprojekte prägen und wie diese gestalterisch, funktional und gesellschaftlich weiterentwickelt werden können. Als Impulsgebende sind drei Positionen aus unterschiedlichen Bereichen der deutschen Architekturlandschaft vertreten. Philipp Luy von DB InfraGO aus Berlin stellt das Konzept der „Grünen Bahnhöfe“ der Deutschen Bahn vor und zeigt anhand der Standorte Haar und Zorneding, wie kleinere Verkehrsbauten nachhaltig und ortsbezogen weitergedacht werden können. Aus Leipzig bringt Silvia Schellenberg-Thaut vom Büro Atelier ST Einblicke in die Umgestaltung des städtischen Heizkraftwerks im Leipziger Süden mit, ein mehrfach ausgezeichnetes Projekt, das beispielhaft für die architektonische Weiterentwicklung technischer Infrastruktur steht. Einen weiteren Schwerpunkt setzt Sebastian Kittelberger vom Stuttgarter Büro Dasch Zürn + Partner, das sich in den vergangenen Jahren mit einer Reihe von Projekten als Spezialist für Neubauten von Feuerwachen profiliert hat. Die Moderation übernimmt Alexander Poetzsch, Präsident des BDA.
Bildmaterial:
© JUNG
© Antje Freiesleben – Foto: Modersohn & Freiesleben; Sven Aretz und Jakob Dürr – Foto: Aretz Dürr Architektur; Gesche Bengtsson, Elena Masla und Zora Syren – Foto: Pablo Lauf
© Anna Popelka und Georg Poduschka – Foto: Franz Pfluegl; Karin Meid-Bächle – Foto: Kreativ Kompanie; Christopher Frett – Foto: Bruncken Frett
© Sebastian Kittelberger – Foto: Tom Pohl; Silvia Schellenberg-Thaut – Foto: Robert Rieger; Philipp Luy – Foto: Philipp Luy privat
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