From Vision to Detail. DORNBRACHT x JUNG.
DORNBRACHT x JUNG erweitern Oberflächenkooperation zur Milan Design Week 2026
Wenn sich Mailand im April in eine Bühne für Design verwandelt, rücken Ideen, Materialien und Visionen ins Zentrum der internationalen Aufmerksamkeit. Zur Milan Design Week 2026 nutzen DORNBRACHT und JUNG genau diesen Moment, um ihre Oberflächenpartnerschaft auszubauen und um zu zeigen, wie aus einer gestalterischen Idee ein präzise ausgearbeitetes Detail wird. Ein Gespräch zur Kooperation DORNBRACHT x JUNG mit Caroline Schmitt, Geschäftsführung DORNBRACHT, und Deniz Turgut, Head of Marketing, JUNG.
Im DORNBRACHT Showroom im Brera Design District präsentieren die beiden Hersteller sechs gemeinsame Metalloberflächen, die Armaturen und Schalterprogramme zu einem durchgängigen Gestaltungskonzept verbinden. Was zur Light + Building 2026 mit Bronze gebürstet begann, entfaltet sich in Mailand zu einem fein abgestimmten Spektrum an Echtmetalloberflächen.
Was gab den Impuls für die Zusammenarbeit von DORNBRACHT und JUNG – und welche gemeinsame Haltung verbindet beide Marken in dieser Kooperation?
Caroline Schmitt: „Der Ausgangspunkt war die Idee einer gemeinsamen Oberfläche, die Armaturen und Schalter zu einem stimmigen Ganzen verbindet. Im Austausch mit unseren Zielgruppen zeigt sich immer wieder, wie entscheidend diese Details sind. DORNBRACHT und JUNG teilen den Anspruch, Material und Oberfläche nicht isoliert zu betrachten, sondern als integralen Bestandteil architektonischer Qualität.“
Deniz Turgut: „Am Anfang stand eine sehr konkrete Beobachtung aus der Planungspraxis: Unterschiedliche Gewerke werden oft mit ähnlichen, aber nie wirklich identischen Oberflächen umgesetzt. Spannend wurde es für uns in dem Moment, in dem klar wurde, dass wir nicht mehr über Einzelprodukte sprechen, sondern über die Übergänge, an denen unterschiedliche Elemente im Raum aufeinandertreffen. Mit DORNBRACHT verbindet uns der Anspruch, Materialität konsequent zu denken. Die Kooperation ist kein klassisches Co-Branding, sondern das Ergebnis einer gemeinsamen Haltung: Gestaltung entsteht dort, wo Kompetenzen ineinandergreifen.“
Was macht die Wirkung der Metalloberflächen aus? Was können Besucher in Mailand konk-ret erleben?
CS: „Im Showroom können Besuchende unsere gemeinsamen Veredelungen erleben, sie anfassen, ihre Textur spüren und im räumlichen Zusammenspiel vergleichen. So wird deutlich, dass Farbe, Haptik und Anmutung nicht nur aufeinander abgestimmt, sondern identisch sind.“
DT: „Was man in Mailand zudem auch sehr gut beobachten kann, ist, dass die Oberflächen nicht isoliert funktionieren, sondern immer im Verhältnis zum Licht, zu anderen Materialien, zur Bewegung im Raum. Sie verändern sich je nach Perspektive. Die gebürsteten Metalle haben eine spürbare Tiefe und eine gewisse Ruhe. Diese Balance ist schwer zu beschreiben, aber genau sie entscheidet darüber, ob eine Raumwirkung stimmig erscheint.“
Sechs Oberflächen für ganzheitliche Gestaltung
Mit den sechs charakterstarken PVD-Oberflächen – Dark Platinum gebürstet, Light Gold gebürstet, Dark Brass gebürstet, Gold gebürstet, Bronze gebürstet und Dark Bronze gebürstet – wächst die gemeinsame Materialwelt von DORNBRACHT und JUNG weiter. Die Umsetzung der JUNG Produkte erfolgt – bis auf Bronze gebürstet – projektbezogen und ist auf größere Stückzahlen ausgelegt. Damit richtet sich die Kooperation gezielt an designorientierte Architekturprojekte im Objektbereich, in denen Materialität als verbindendes Element gedacht wird.
Für welche Projekte und Bauaufgaben wurden die gemeinsamen Oberflächen entwickelt? Welchen konkreten Mehrwert bieten sie Architekt/-innen und Planenden?
CS: „Die gemeinsamen Oberflächen entstammen dem DORNBRACHT Oberflächenportfolio und entsprechen in Bezeichnung, Farbe und Haptik den bewährten Ausführungen. In Kombination mit den JUNG Schaltern und Steckdosen der Designserie LS richtet sich die Oberflächenkollektion DORNBRACHT x JUNG an anspruchsvolle Architektur‑ und Objektprojekte, in denen Gestaltung ganzheitlich gedacht wird – etwa im hochwertigen Wohnungsbau, in Hospitality-, Office- oder öffentlichen Bauten. Sie ermöglicht Architekt/-innen und Planer/-innen, Oberflächen über verschiedene Gewerke hinweg konsistent einzusetzen. Dadurch wird Planung vereinfacht, Abstimmung reduziert und ein durchgängiges Gesamtbild bis ins Detail umgesetzt.“
DT: „Die JUNG Projektserie ist klar auf Objekte ausgerichtet, in denen Gestaltung ganzheitlich gedacht wird – also überall dort, wo im Interieur ein konsistentes Gesamtbild entscheidend ist. Die JUNG Oberflächen werden im Werk von DORNBRACHT bearbeitet und sind auf eine Mindestmenge von 800 Artikeln pro Oberfläche ausgelegt. Das macht sie besonders geeignet für größere Projekte, in denen Materialität nicht punktuell eingesetzt wird, sondern eine tragende Rolle im gesamten Entwurf spielt. Für Planerinnen und Planer bedeutet das vor allem mehr Sicherheit im Detail. Sie können sich darauf verlassen, dass Materialien übergreifend exakt zusammenpassen. Gleiches gilt natürlich auch für die Oberfläche Bronze gebürstet, die auch in kleinen Stückzahlen eingesetzt werden kann.“
Kompetenz in DORNBRACHT x JUNG vereint
Mit der Kooperation bündeln DORNBRACHT und JUNG ihr Know-how in der Verarbeitung hochwertiger Metalloberflächen. Die Schalterprogramme von JUNG werden im Werk von DORNBRACHT veredelt und exakt auf die Oberflächen der Armaturen abgestimmt. So entsteht eine markenübergreifend identische Materialität – und damit die Grundlage für eine Gestaltung, die nicht in Einzelprodukten denkt, sondern im Zusammenspiel.
Die Qualität der Oberflächen entsteht im Herstellungsprozess. Worauf kommt es dabei besonders an?
CS: „Es kommt darauf an, dass die Oberflächen verlässlich über Serien hinweg konsistent sind. Die handwerkliche Verarbeitung, etwa beim Mattieren durch den charakteristischen Bürststrich, verleiht ihnen Tiefe und eine spürbare Wertigkeit. So entsteht eine Qualität, die technisch exakt ist und zugleich atmosphärisch wirkt.“
DT: „Der Ursprung des Unternehmens JUNG liegt im Handwerk. Unsere Produkte entstehen seit jeher aus einem sehr präzisen Verständnis für Material, für die handwerkliche Bearbeitung und für Details. Qualität entsteht durch Erfahrung, durch Sorgfalt und durch ein sehr genaues Auge für das Material. Bei Echtmetall entscheidet die letzte Nuance darüber, wie eine Oberfläche wirkt. In der Kooperation mit DORNBRACHT trifft dieses Verständnis auf eine gleichermaßen ausgeprägte Oberflächenkompetenz. Und genau daraus entsteht die Tiefe, die man den Produkten ansieht und anfühlt.“
Was macht die Abstimmung der Oberflächen zwischen Armatur und Schalter technisch und handwerklich so besonders?
DT: „Die Herausforderung liegt darin, unterschiedliche Produkte mit völlig eigenen Anforderungen so aufeinander abzustimmen, dass sie visuell und haptisch identisch wirken. Dass die Beschichtung der JUNG Produkte bei DORNBRACHT erfolgt, ist deshalb ein zentraler Schritt. Nur so lässt sich sicherstellen, dass Farbton, Struktur und Glanzgrad exakt übereinstimmen. Dieses Maß an Übereinstimmung ist mit klassischen, getrennten Prozessen kaum erreichbar. Die Produkte haben unterschiedliche Funktionen, unterschiedliche Geometrien, unterschiedliche Anforderungen – und trotzdem müssen sie am Ende wie aus einem Guss wirken. Diese Präzision entsteht nur, wenn man Prozesse wirklich zusammenlegt und nicht parallel entwickelt.“
CS: „Besonders ist, dass Armaturen und Schalter nicht nur farblich angenähert, sondern materialgleich und prozessual exakt aufeinander abgestimmt sind. Die Schalter von JUNG werden im selben Werk und mit denselben Veredelungsverfahren beschichtet wie die Armaturen von DORNBRACHT. Nur so entstehen Oberflächen, die visuell und haptisch wirklich identisch sind.“
Mailand als Bühne für Zusammenarbeit
Die Milan Design Week ist ein Ort des Austauschs, der Inspiration und der Verdichtung von Ideen. In diesem Kontext wird auch die Kooperation DORNBRACHT x JUNG erlebbar: als Dialog zwischen zwei Marken, die ihre Kompetenzen in Material, Fertigung und Gestaltung zusammenführen. Die abgestimmten Oberflächen erleichtern nicht nur die Planung, sondern eröffnen neue gestalterische Freiheiten. Sie schaffen Konsistenz, wo zuvor Kompromisse notwendig waren – und bringen unterschiedliche Elemente zu einer gemeinsamen Sprache zusammen.
Was bedeutet es für Sie, diese Kooperation im Kontext der Milan Design Week zu zeigen?
CS: „Mailand bietet den idealen Rahmen, um diese Kooperation als das zu zeigen, was sie ist: ein gemeinsames Statement für Materialität, Präzision und ganzheitliches Gestalten. Der persönliche Austausch mit unseren gemeinsamen Zielgruppen vor Ort ist immer sehr bereichernd.“
DT: „Mailand ist ein wichtiger Ort, um direktes und unverblümtes Feedback auf neue Ansätze zu bekommen. Und auch, um über den Tellerrand zu blicken. Für uns war interessant zu sehen, wie selbstverständlich die Idee einer durchgängigen Materialität aufgenommen wurde. Das zeigt, dass wir hier einen Nerv getroffen haben.“
Welche Impulse nehmen Sie daraus für die weitere Zusammenarbeit mit?
DT: „Der wichtigste Impuls ist die Bestätigung, dass die Fragen, mit denen wir uns beschäftigen, auch die Fragen der Branche sind. Für uns ist das Thema dieser und weiterer Kooperationen deshalb kein abgeschlossener Schritt, sondern ein Ausgangspunkt. Wir werden diesen Ansatz weiter ausbauen – sowohl in Bezug auf weitere Anwendungen als auch im Hinblick auf neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Herstellern. Die Resonanz hat gezeigt, dass der Bedarf nach durchgängigen, abgestimmten Lösungen sehr groß ist.“
Mehr über DORNBRACHT x JUNG:
jung.group/dornbracht
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Credit Ambientebilder: © DORNBRACHT / JUNG
Credit Mailand: © DORNBRACHT / Foto: Tobias Wahl
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