Haus R13, Gerlingen | Deutschland
Der behutsame Umbau einer Doppelhaushälfte aus den 1950er-Jahren zeigt, wie sich vorhandene Bausubstanz mit präzisen Eingriffen und klaren gestalterischen Entscheidungen in ein zeitgemäßes Wohnhaus transformieren lässt. Das Gebäude im baden-württembergischen Gerlingen wurde von holzerarchitekten aus Stuttgart grundlegend modernisiert, räumlich neu organisiert und energetisch aufgewertet.
Der zweieinhalbgeschossige Bau mit massivem Mauerwerk, Betondecken und leicht geneigtem Satteldach war konstruktiv solide, entsprach jedoch mit seinen kleinteiligen Grundrissen nicht mehr den heutigen Wohnvorstellungen. Im Zuge der Sanierung wurde das Haus technisch auf den aktuellen Stand gebracht: Dach, Fenster und Fassade wurden erneuert, eine Wärmepumpe installiert. Der Umbau erfüllt damit den Effizienzhaus-70-Standard. Parallel dazu entwickelten holzerarchitekten ein neues Raumkonzept, das großzügigere, fließende Wohnräume schafft. Durch das Entfernen einzelner Bestandswände wurden die zuvor getrennten Bereiche von Küche, Essen und Wohnen zu einer zusammenhängenden Raumlandschaft verbunden. Große Fensteröffnungen und Schiebeelemente verbinden die Innenräume mit Terrasse und Garten. In den oberen Geschossen blieb die Grundstruktur weitgehend erhalten. Im 1. OG entstand ein Elternbereich mit Bad und Arbeitszimmer, während im Dachgeschoss der Kinderbereich mit eigenem Bad untergebracht ist.
Die architektonische Sprache setzt auf ruhige Materialien und klare Linien. Eine neue Holzfassade verleiht dem Gebäude eine warme, natürliche Ausstrahlung. Im Inneren prägen natürliche Materialien das Erscheinungsbild: Eichenparkett, Holzoberflächen und Naturstein setzen wohnliche Akzente. Im Schlafzimmer dominieren dunkle Blautöne die Atmosphäre und ziehen sich über Decke, Wand, maßgefertigte Einbauten und eine integrierte Fensternische mit Sitzbank. Indirekte Lichtvouten schaffen Struktur.
Die Elektroinstallation wurde bewusst zurückhaltend in die Architektur integriert. Zum Einsatz kamen Schalter und Steckdosen aus dem Programm LS 990 in Alpinweiß von JUNG. Mit ihrer klaren, reduzierten Gestaltung fügen sie sich in die ruhige Material- und Farbwelt der Innenräume ein. Für die Steuerung zentraler Funktionen wurde zudem der KNX Taster F 40 installiert, über den sich Beleuchtung und weitere Gebäudefunktionen komfortabel und smart bedienen lassen. Im blauen Schlafzimmer kam dieser im passenden Farbton aus der Les Couleurs® Le Corbusier® Reihe zum Einsatz.
Es ist ein zeitgemäßes Familienhaus entstanden, das die Qualitäten des Bestands bewahrt und gleichzeitig heutigen Anforderungen an Komfort, Energieeffizienz und Wohnatmosphäre gerecht wird.
Ort |
Gerlingen, Deutschland |
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Technologie |
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Design |
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Architektur |
holzerarchitekten |
Lichtplaner |
candela gmbh |
Elektroinstallation |
Elektro Klein Elektroanlageninstallateur |
Verwendete Designs und Technologien
KNX Tastsensoren
Komfortable Steuerung: Über großflächige Tasten werden sämtliche KNX-Funktionen gesteuert. Die Tastabdeckungen sind neutral oder mit Pfeilsymbolen erhältlich. Zudem besteht die Möglichkeit, sie individuell lasern bzw. bedrucken zu lassen.
LS 990 in Alpinweiß
Durch hohe Qualität und eine klare Form bewährt sich LS 990 seit rund 50 Jahren. Die klassische Ausführung dieses Schalters mit seinem schmalen Rahmen passt harmonisch in jede Umgebung. Puristische Eleganz in Duroplast oder Echtmetall gibt bei dieser Serie den Ton an. Dank des großen Funktionsspektrums sind vielseitige Anwendungen möglich. So lassen sich architektonisch anspruchsvolle Vorstellungen konsequent verwirklichen. Die Rahmen 1- bis 5fach sind waagerecht und senkrecht einsetzbar.