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DÜSSELDORF, 07.09.2023

WIE ZUSAMMEN LEBEN | mit MVRDV, Heide & von Beckerath und Lively
Am 07. September 2023 waren die JUNG Architekturgespräche zum vierten Mal in Düsseldorf zu Gast. Der Abend im Künstlerverein Malkasten stand unter dem Motto Wie zusammen leben. Es ging um die Frage, wie gemeinschaftliches Wohnen – vor dem Hintergrund einer sich wandelnden und immer stärker ausdifferenzierten Gesellschaft – für Gegenwart und Zukunft neu gedacht werden kann. Dazu hatten wir namhafte Vertreterinnen und Vertreter aus Architektur und Immobilienwirtschaft eingeladen, die sich praktisch und theoretisch mit dem Thema gemeinschaftliches Wohnen auseinandersetzen.

Verena von Beckerath hat sich als Partnerin des Berliner Architekturbüros Heide & von Beckerath und als Professorin für Entwerfen und Wohnungsbau an der Bauhaus-Universität Weimar sowohl aus praktischer als auch aus theoretischer Perspektive mit dem Thema gemeinschaftliches Wohnen auseinandergesetzt und gab in ihrem Vortrag Einblicke in ihre Arbeit. Vom renommierten niederländischen Architekturbüro MVRDV durften wir den Gründungspartner Jacob van Rijs auf der Bühne begrüßen. Er gab Einblicke in die Büropraxis und stellte seine Ideen zur Zukunft des Wohnens vor. Christina Kainz, Mitbegründerin von Lively, referierte zu neuen Senior-Living-Konzepten.

Den Abend moderierte die Münchner Architekturjournalistin Eva Maria Herrmann.
Impressionen
Fotografie: Markus Eichelmann
Porträt von Verena von Beckerath

VERENA VON BECKERATH

HEIDE & VON BECKERATH, BERLIN
Verena von Beckerath ist Architektin und Mitbegründerin des Architekturbüros Heide & von Beckerath in Berlin. Sie studierte Soziologie, Kunstwissenschaft und Psychologie in Paris und Hamburg und Architektur an der Technischen Universität Berlin. Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität der Künste Berlin und Gastprofessorin an der Technischen Universität Braunschweig sowie an der Cornell University in Ithaca, NY. Verena von Beckerath war Stipendiatin an der Akademie Schloss Solitude und an der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo. Seit 2016 ist sie Professorin für Entwerfen und Wohnungsbau an der Bauhaus-Universität Weimar.

„Im Mittelpunkt meiner Arbeit als Architektin sowie in Lehre und Forschung steht die Frage, in welchen Räumen wir vor dem Hintergrund substanzieller gesellschaftlicher Transformationen leben und arbeiten wollen und wie diese gestaltet werden können. Diese Haltung beruht auf der Annahme, dass der Entwurf eine kulturelle Praxis darstellt, die unmittelbar mit der Verhandlung öffentlicher und privater Räume verbunden ist. Die Beschäftigung mit der Architektur des Wohnens und Formen von Gemeinschaft umfasst spekulative, disziplinäre, historische, ökonomische und ökologische Zugänge gleichermaßen und sucht Anknüpfungspunkte zu aktuellen Themen und Diskursen.“

www.heidevonbeckerath.com
Bild: © Andrew Alberts
Porträt von Jacob van Rijs

JACOB VAN RIJS

MVRDV, ROTTERDAM
Jacob van Rijs, geboren 1964 in Amsterdam, ist Mitbegründer und Principal Architect von MVRDV. Das preisgekrönte niederländische Architekturbüro wurde 1993 von Van Rijs zusammen mit Winy Maas und Nathalie de Vries gegründet. Das internationale Renommee des Büros fußt auf einer Vielzahl von Gebäudetypologien und -maßstäben, die vielfach selbst entwickelt, innovativ, experimentell und theoretisch untermauert sind.

„Für uns bei MVRDV geht es in der Architektur um Menschen. Ein guter Entwurf ermöglicht es Menschen, sich gesund und glücklich zu fühlen, ihre Ziele zu erreichen und gut zusammenzuleben. Aber gute Entwürfe sollten auch mutig sein: Es ist einfach, Menschen glücklich zu machen, indem man ihnen das gibt, was sie erwarten; aber es ist viel besser, ihnen zu zeigen, wie unerwartete Wege, Dinge zu tun, ihr Leben auf irgendeine Weise verbessern können.“

www.mvrdv.nl
Bild: © Barbra Verbij
Porträt von Christina Kainz

CHRISTINA KAINZ

LIVELY, HAMBURG
Lively ist ein neuer Senior Living-Betreiber, der auf den Säulen der Hotellerie aufbaut. Das Unternehmen verfolgt dabei ein offenes Quartierskonzept mit einem „Open Lobby“-Charakter, in dem die lokale Nachbarschaft genauso willkommen ist wie die Bewohner. Auf großzügigen Gemeinschaftsflächen finden unterschiedliche Programme für alle Altersgruppen statt, um dabei zufällige Berührungspunkte zwischen Generationen zu schaffen.

„Mit unserem Hintergrund in der Hotellerie legen wir speziell Wert auf unsere Architektur und Innenarchitektur, welche ein modernes und intuitiv barrierefreies Design mit sich bringt, das nicht auf Altersdiskriminierung abstellt. Anstatt das Design auf den kleinsten gemeinsamen Nenner der Zielgruppe zu beziehen, schaffen wir viel mehr verschiedene Möglichkeiten für die unterschiedlichen und sich wandelnden Bedarfe unserer Senioren.“

www.lively.de
Bild: © Signa
Porträt von Eva Herrmann

MODERATION

Eva Maria Herrmann, Dipl.-Ing. Architektin und freie Journalistin, hat in Darmstadt und Graz Architektur studiert. 2005 gründete sie ihr Büro für Architekturkommunikation mit dem Schwerpunkt Baukultur-Vermittlung. Seither realisiert sie Veröffentlichungen, Vorträge, Workshops und Ausstellungen zu allen Themen der Baukultur.

www.evaherrmann.de
Bild: © Eva Herrmann

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