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HAMBURG, 27.06.2024

THE FUTURE OF CITIES | Wie sieht die Stadt der Zukunft aus?
Am 27. Juni waren die JUNG Architekturgespräche zum 16. Mal in der Hansestadt Hamburg zu Gast. Der Abend in der Freien Akademie der Künste stand in diesem Jahr unter dem Motto The Future Of Cities.

Zu Gast waren Ivan Reimann vom Berliner Architekturbüro Thomas Müller Ivan Reimann Architekten, Kyung-Ae Kim und Max Julius Nalleweg von Kim Nalleweg Architekten, ebenfalls aus Berlin, sowie Tina Kortmann vom Amsterdamer Architekturbüro UNStudio. Mit unseren Gästen diskutierten wir darüber, wie sie sich die Stadt der Zukunft vorstellen und welchen Einfluss aktuelle ökologische, ökonomische und soziale Entwicklungen auf die Stadt- und Architekturplanung von morgen haben.

Durch den Abend führte Bauwelt-Chefredakteur Boris Schade-Bünsow.
Impressionen
Fotografie: Tim Dornaus

IVAN REIMANN

THOMAS MÜLLER IVAN REIMANN ARCHITEKTEN, BERLIN
Das Büro Thomas Müller Ivan Reimann Architekten wurde 1988 von Thomas Müller und Ivan Reimann in Berlin gegründet und wird heute in Partnerschaft mit Regula Scheibler und Torsten Glasenapp geführt. Der Arbeitsschwerpunkt des Büros liegt in Planungen, die im städtischen Kontext stehen und die ein Teil der gewachsenen Bausubstanz der europäischen Stadt sind. Der besondere Reiz solcher Planungen liegt für das Büro in der Auseinandersetzung mit Geschichte, der Gegenüberstellung von Alt und Neu und der sorgfältigen Abwägung notwendiger Eingriffe. Zu den wichtigsten Projekten des Büros gehören das Auswärtige Amt in Berlin, die städtebauliche Planung und der Bau von Bürohäusern am Leipziger Platz und auf dem Hackeschen Markt in Berlin, das Fakultätsgebäude Campus Westend in Frankfurt am Main sowie das Bundesministerium des Innern in Berlin mit dem sich kurz vor Fertigstellung befindlichen Erweiterungsbau.

„Kern unserer Entwurfshaltung ist der Wille, sich mit Problemen beim Bauen kreativ auseinanderzusetzen. Statt über knappe Kosten, schwierige Grundstücke oder zu komplexe Anforderungen zu klagen, sind sie für uns die Ausgangspunkte eines Entwurfsprozesses, aus dem für jedes Projekt eine unverwechselbare Lösung hervorgeht, die das Bauwerk zu einem Unikat macht.“

www.mueller-reimann.de
BIld: © Jasmin Schuller

KYUNG-AE KIM &
MAX JULIUS NALLEWEG

KIM NALLEWEG ARCHITEKTEN, BERLIN
Kyung-Ae Kim und Max Nalleweg studierten gemeinsam Architektur an der Hochschule für bildende Künste Hamburg sowie der Universität der Künste Berlin. Praktika führten sie in Schweizer Architekturbüros: Sie war bei Miller & Maranta; er bei Christ & Gantenbein. Nach dem Studium arbeiteten beide für mehrere Jahre bei Max Dudler in Berlin. Er gründete Max Nalleweg Architekten im Jahr 2011. Seit 2015 firmieren sie gemeinsam als Kim Nalleweg Architekten.

„Wir entwickeln Gebäude und architektonische Ideen, die versuchen, den Gegebenheiten einer immer komplexeren Welt offene und dauerhaft adaptierbare Strukturen entgegenzusetzen, welche sich durch Eigenständigkeit und Klarheit einem Identitätsverlust entziehen. Durch das Zusammenführen vieler oftmals im Widerspruch stehenden Anforderungen bemühen wir uns, eine auch in Zukunft ästhetisch, sozial und intellektuell kohärente Architektur zu schaffen.“

Bild: © Philipp Obkircher
Porträt von Tina Kortmann

TINA KORTMANN

UNSTUDIO, AMSTERDAM
Tina Kortmann ist Associate Director / Senior Architect bei UNStudio in Amsterdam und leitet ein standortübergreifendes Team mit Mitarbeitern in den Niederlanden und Frankfurt am Main. Der Schwerpunkt des Teams liegt auf Projekten in Deutschland. Seit 2017 gehören dazu das im Bau befindliche FOUR in Frankfurt am Main, verschiedene Innenausbau-Projekte sowie die Hochhäuser Belsenpark in Düsseldorf und NION in Frankfurt am Main. Die Projekte gehören zu den Schlüsselprojekten von UNStudio auf dem deutschen Markt und decken ein breites Spektrum an Typologien ab. Tina Kortmann wurde 1978 in Düsseldorf geboren und studierte Architektur an der RWTH Aachen und in Kopenhagen. Bevor sie 2010 zu UNStudio nach Amsterdam kam, arbeitete sie in international anerkannten Büros in Kopenhagen, Paris, Aachen und Tokio.

„Neugier ist der Schlüssel zur Zukunft, und wir von UNStudio haben uns zum Ziel gesetzt, durch menschenzentriertes Design, intelligente Nutzung von Technologie und transdisziplinäre Zusammenarbeit zu einer gesünderen Umwelt beizutragen. Wir gehen komplexe Herausforderungen mit systemischem Denken, integralen Lösungen und reaktionsfähigen Planungsansätzen an, so dass die menschliche Natur synergetisch dazu beiträgt, dass Visionen Wirklichkeit werden. Wir schaffen reaktive räumliche Ökosysteme, die die Gemeinschaft fördern, zur Bewegung anregen und die kreative Kraft der Interaktion und des experimentellen Lernens unterstützen.“

www.unstudio.com
Bild: © Yunfu Duan

MODERATION

Die Veranstaltung wurde moderiert von Bauwelt-Chefredakteur Boris Schade-Bünsow.

Die Bauwelt ist ein Forum für Analysen und Kommentare zu Fragen der Architektur und des Städtebaus. Sie ist ein Meinungs- und Tendenz-Medium, sie generiert ihre Relevanz aus der Diskussion, Bewertung und Einordnung aktueller Architektur-, Städtebau- und baupolitischer Themen.

www.bauwelt.de
Bild: © Jasmin Schuller

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