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MÜNCHEN, 14.11.2024

MAKE ARCHITECTURE GREAT AGAIN | Die Architektur in der Krise?

Auch im Jahr 2024 freuten wir uns, Sie zu den JUNG Architekturgesprächen vor Ort begrüßen zu dürfen. Am 14. November gastierte unser Veranstaltungsformat bereits zum elften Mal in München. Der Abend im Künstlerhaus am Lenbachplatz stand unter dem Motto Make Architecture Great Again. Vor dem Hintergrund der politischen, sozialen, ökonomischen und ökologischen Umwälzungen weltweit sprachen wir gemeinsam mit unseren Gästen über die Bedeutung der Architektur in Zeiten der Krise. Welche Rolle spielt Architektur in unserer sich rasant verändernden Welt? Welche Aufgaben kommen ihr heute und in Zukunft zu? Und womit überfordern wir unsere Profession?

Wir haben uns u.a. über einen Impuls-Vortrag von Markus Pfisterer aus dem Berliner Büro von gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner gefreut. Auf dem Podium durften wir zudem Laura Fogarasi-Ludloff von Ludloff Ludloff Architekten, ebenfalls aus Berlin, begrüßen. Last but not least freuten wir uns über den Besuch von Thomas Steimle vom Stuttgarter Büro Steimle Architekten. Die Moderation des Abends lag in den Händen der Münchner Architekturjournalistin Katharina Matzig.
Impressionen
Fotografie: Tim Dornaus
Porträt von Markus Pfisterer

MARKUS PFISTERER

GMP, BERLIN
Markus Pfisterer ist seit 2014 als Associate Partner bei gmp am Berliner Standort für ein internationales Team von Architekten verantwortlich. Bereits in seinem Studium an der Universität Stuttgart und am Illinois Institute of Technology in Chicago lag sein Fokus auf dem integralen Entwerfen, das Architektur und andere Ingenieursdisziplinen wie Tragwerksplanung und Haustechnik als Einheit sieht. Bei gmp konnte er sich als Leiter zahlreicher Projekte einbringen, darunter das Estadio Santiago Bernabéu in Madrid, die Konzerthalle in Baku und das Nationalstadion in Warschau.

„Mit unserem generalistischen Ansatz und der Erfahrung aus über fünfzig Jahren realisieren wir Projekte im Dialog mit den Auftraggebern und den beteiligten Planungsdisziplinen in jedem Maßstab und kulturellen Kontext, in jeder Planungsphase und auf allen Kontinenten. Unsere Arbeit zielt im Sinne ganzheitlicher Nachhaltigkeit auf die umfassende Beständigkeit von Architektur. Dies schließt globale Herausforderungen und Themen wie Urbanisierung, Digitalisierung und Mobilität ebenso ein wie das klimagerechte Bauen nach zertifizierten Standards und das Bauen im Bestand.“

www.gmp.de

BIld: © Katja Strempel | Strempel’s Photography Services

Porträt von Laura Fogarasi-Ludloff

LAURA FOGARASI-LUDLOFF

LUDLOFF LUDLOFF, BERLIN
Laura Fogarasi-Ludloff ist Gründungspartnerin von Ludloff Ludloff Architekten, hatte 2014 eine Gastprofessur an der FH Erfurt und ist seit 2019 Vorstandsmitglied des BDA Berlin. Die mehrfach preisgekrönten Bauten ihres Büros für Forschung, Bildung, Verwaltung und Wohnen entstehen in forschenden Prozessen, die Poesie und Nachhaltigkeitsstrategien mit präzisen Konstruktionen verbinden. Sie versteht Bauen als soziale Praxis und trägt mit ihren Werken zum Diskurs über eine neue Bildpolitik bei.

„Unsere Projekte dienen als Testfelder, wie sozial verantwortetes Bauen innerhalb planetarer Grenzen gelingen kann. Wir gestalten Bauwerke, die die Fertigkeiten und das Wissen unserer Zeit nutzen und weiterentwickeln. So entstehen zukunftsfähige Räume, die unterschiedliche Atmosphären zur Aneignung bieten.“

www.ludloffludloff.de

BIld: © Anke Illig

Porträt von Thomas Steimle

THOMAS STEIMLE

STEIMLE ARCHITEKTEN, STUTTGART
Bereits während des Studiums an der Hochschule für Technik Stuttgart arbeitete Thomas Steimle in verschiedenen Stuttgarter Architekturbüros – u.a. einige Jahre als Leitender Architekt bei wulf architekten. 2009 gründete er sein eigenes Büro, Steimle Architekten, ebenfalls in Stuttgart. Ein Lehrauftrag für Baukonstruktion und Entwerfen an der Hochschule für Technik Stuttgart kam hinzu (2009-2019); 2013 erfolgte die Berufung in den BDA, in dem er sich als Mitglied im Vorstand sowie als stellvertretender Vorsitzender des BDA Landesverband Baden-Württemberg engagiert. Thomas Steimle ist außerdem Mitglied im Landesbeirat Baukultur Baden-Württemberg und begleitet Wettbewerbsverfahren als Preisrichter.

„Architektur soll berühren und Emotionen wecken! Sie soll in Interaktion mit dem Menschen und der Umgebung treten. Daher ist uns das Erspüren, Lesen und Verstehen eines Ortes besonders wichtig. Nur so kann das jeweils Ortsspezifische in den Entwurfsprozess einfließen und in Architektur übersetzt werden. Dabei genügt aber ein bloßes Fortschreiben nicht, sondern das Weiterentwickeln ist das Ziel.“

www.steimle-architekten.com

BIld: © Markus Guhl

MODERATION

Die Veranstaltung wurde von der Münchner Architekturjournalistin Katharina Matzig moderiert.
Katharina Matzig, Jahrgang 1968, hat an der TU Braunschweig Architektur studiert. Sie war Praktikantin bei der Bauwelt und Online-Redakteurin bei Baunetz in Berlin. Inzwischen leitet sie das Referat Öffentlichkeitsarbeit der Bayerischen Architektenkammer. Sie schreibt Texte für Fachmagazine und Tageszeitungen und war von 2017 bis 2023 Jurorin und Autorin der Reihe „Häuser des Jahres“ beim Callwey Verlag.

BIld: © Katharina Matzig

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