STEPHANIE HIRSCHVOGEL
ARCHITEKTEN, SCHONGAU
Stephanie Hirschvogel studierte am Institut für Kunst und Architektur an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Bis sie 2018 ihr eigenes Büro gründete, praktizierte sie in Basel und Zürich. Parallel zu ihrer praktischen Tätigkeit hat sie sich am Institut für Geschichte und Theorie der Architektur der ETH Zürich einer Forschungsarbeit über den nach Palästina emigrierten deutsch-jüdischen Architekten Richard Kauffmann gewidmet. Sie beschäftigte sich mit seinem städtebaulichen Siedlungswerk in Palästina, das sie als gebaute Utopie seiner architekturhistorischen Leitbilder sieht. Mit der kürzlich von ihr fertiggestellten denkmalgerechten Sanierung eines Wohnhauses im oberbayerischen Schongau wurde auch eine grenzständige Remise realisiert, welche ihr als Atelier dient. Stephanie Hirschvogel lebt und arbeitet in Schongau und Basel.
„Ist Architektur gewissenlos? Architektur entsteht unter ständigem Abwägen und Ausloten von äußeren Einflüssen. Architektur machen heißt, sich stets im Spannungsfeld von Vernunft und Risiko zu bewegen, dem wir teils nur unter zweifelhaften Bedingungen standhalten können. Wir liefern nicht nur Antworten auf formale, sondern auch auf moralische Fragen. Bauen ist daher mehr als nur die Aufgabe gute Gestaltung zu schaffen, es ist die Suche nach dem Ideal. Der Reiz einer jeden neuen Aufgabe besteht für mich darin, zwischen Scheitern und Ideal den einzig richtigen Weg zu finden.“
© Pauline Lutz
Die gesamte Veranstaltung im Video