STUTTGART, 23.01.2025
VOM UMGANG MIT DEM BESTAND | Ersetzen, Ertüchtigen, Erweitern?
Am 23. Januar durften wir Sie zu den ersten JUNG Architekturgesprächen in diesem Jahr in Stuttgart begrüßen. Unser Veranstaltungsformat gastierte bereits zum 13. Mal in der baden-württembergischen Landeshauptstadt. Der Abend in der Staatsgalerie stand in diesem Jahr unter dem Motto Vom Umgang mit dem Bestand. Wir hatten dazu drei renommierte deutsche Architekturbüros eingeladen und wollten mehr über deren Strategien im Umgang mit Bestandsbauten erfahren – Ersetzen, Ertüchtigen, Erweitern?
Freuen konnten sich die Gäste u. a. auf Sven Fröhlich vom Berliner Architekturbüro AFF Architekten. Mit international viel beachteten Bauten wie der Schutzhütte am Fichtelberg, dem Sächsischen Bergarchiv in Freiberg oder dem denkmalgeschützten Kornversuchsspeicher in Berlin haben die Architekten immer wieder gezeigt, welche enormen Möglichkeiten im Bestand stecken. Aus Leipzig hatten wir die Architektin Aline Hielscher von Aline Hielscher Architektur eingeladen. Ihr Büro beschäftigt sich vor allem mit Transformationsprojekten und engagiert sich für einen nachhaltigen Umgang mit der Bausubstanz insbesondere der 1950er- bis 1970er-Jahre. Last but not least durften wir die Architekten Philipp Nehse und Patrick Gerstein vom Büro Nehse & Gerstein Architekten aus Hannover auf dem Podium begrüßen. Sie arbeiten überwiegend im Bestand und hatten jüngst mit der Sanierung und Erweiterung der JUNG Gründervilla im sauerländischen Schalksmühle gezeigt, wie Tradition und Fortschritt Hand in Hand gehen konnten.
Die Moderation des Abends lag in den Händen von Petra Stephan, Chefredakteurin des Architekturmagazins AIT.
Freuen konnten sich die Gäste u. a. auf Sven Fröhlich vom Berliner Architekturbüro AFF Architekten. Mit international viel beachteten Bauten wie der Schutzhütte am Fichtelberg, dem Sächsischen Bergarchiv in Freiberg oder dem denkmalgeschützten Kornversuchsspeicher in Berlin haben die Architekten immer wieder gezeigt, welche enormen Möglichkeiten im Bestand stecken. Aus Leipzig hatten wir die Architektin Aline Hielscher von Aline Hielscher Architektur eingeladen. Ihr Büro beschäftigt sich vor allem mit Transformationsprojekten und engagiert sich für einen nachhaltigen Umgang mit der Bausubstanz insbesondere der 1950er- bis 1970er-Jahre. Last but not least durften wir die Architekten Philipp Nehse und Patrick Gerstein vom Büro Nehse & Gerstein Architekten aus Hannover auf dem Podium begrüßen. Sie arbeiten überwiegend im Bestand und hatten jüngst mit der Sanierung und Erweiterung der JUNG Gründervilla im sauerländischen Schalksmühle gezeigt, wie Tradition und Fortschritt Hand in Hand gehen konnten.
Die Moderation des Abends lag in den Händen von Petra Stephan, Chefredakteurin des Architekturmagazins AIT.
Impressionen
Fotografie: Tim Dornaus
SVEN FRÖHLICH
AFF ARCHITEKTEN, BERLIN/LAUSANNE
AFF hat ostdeutsche Wurzeln und wurde von den Brüdern Martin und Sven Fröhlich in Weimar gegründet. Heute wird AFF gemeinsam mit Ulrike Dix, Monic Frahn und Valentino Vitacca als Kollektiv von Architekten, Handwerkern und Forschern mit Sitz in Berlin und Lausanne geleitet. Sie lehren und forschen an verschiedenen Institutionen und haben das EAST-Lab an der EPFL in Lausanne gegründet. Verschiedene Bildungsbauten und Projekte, wie die Schutzhütte am Fichtelberg, das Sächsische Bergarchiv in Freiberg oder der denkmalgeschützte Kornversuchsspeicher in Berlin, wurden international veröffentlicht und mit Architekturpreisen ausgezeichnet.
„AFF versteht das Handwerk und die Fügung von Material als wichtigsten Bestandteil einer nachhaltigen Baupraxis. Wie in mehreren Ausstellungen gezeigt, beziehen sie ihre formale Affinität aus einem mehrdeutigen Objektfundus, in dem sich ihre Wertschätzung für traditionelle Konstruktionen und räumliche Eindrücke vermischen.“
www.aff-architekten.com
„AFF versteht das Handwerk und die Fügung von Material als wichtigsten Bestandteil einer nachhaltigen Baupraxis. Wie in mehreren Ausstellungen gezeigt, beziehen sie ihre formale Affinität aus einem mehrdeutigen Objektfundus, in dem sich ihre Wertschätzung für traditionelle Konstruktionen und räumliche Eindrücke vermischen.“
www.aff-architekten.com
BIld: © AFF Architekten
ALINE HIELSCHER
ALINE HIELSCHER ARCHITEKTUR, LEIPZIG
Aline Hielscher, geboren 1976 in Leipzig, studierte Innenarchitektur an der FH Wismar (1995-1999) sowie Architektur an der TU Dresden (1999-2001) und der FH Potsdam (2001-2003). Nach dem Studium lebte und arbeitete sie für viele Jahre in Paris und war hier u.a. für Odile Decq und Dominique Perrault tätig. 2013 kehrte sie nach Deutschland zurück und gründete 2016 in Leipzig ihr Büro Aline Hielscher Architektur.
„Die Gründungswerte des 2016 von Aline Hielscher in Leipzig gegründeten Büros resultieren aus der Verbindung der zwei Kulturen der Namensgeberin: zum einen die Herkunft aus Ostdeutschland mit dem Erleben des radikalen gesellschaftlichen Wechsels in der Wendezeit und die prägende Zeit in der kosmopolitischen, verdichteten, kulturell sehr vielfältigen Metropole Paris zwischen 2003 und 2013. Das Büro bearbeitet vor allem Projekte im Kontext mit aktuellen sozialen Fragestellungen, Raumtransformationen im Bestand und engagiert sich für den nachhaltigen Umgang mit der Bausubstanz insbesondere der 50er-70er Jahre.“
www.alinehielscher.com
BIld: © Aline Hielscher Architektur
„Die Gründungswerte des 2016 von Aline Hielscher in Leipzig gegründeten Büros resultieren aus der Verbindung der zwei Kulturen der Namensgeberin: zum einen die Herkunft aus Ostdeutschland mit dem Erleben des radikalen gesellschaftlichen Wechsels in der Wendezeit und die prägende Zeit in der kosmopolitischen, verdichteten, kulturell sehr vielfältigen Metropole Paris zwischen 2003 und 2013. Das Büro bearbeitet vor allem Projekte im Kontext mit aktuellen sozialen Fragestellungen, Raumtransformationen im Bestand und engagiert sich für den nachhaltigen Umgang mit der Bausubstanz insbesondere der 50er-70er Jahre.“
www.alinehielscher.com
BIld: © Aline Hielscher Architektur
PHILIPP NEHSE &
PATRICK GERSTEIN
NEHSE & GERSTEIN ARCHITEKTEN, HANNOVER
Nehse & Gerstein Architekten wurde 2012 von Philipp Nehse und Patrick Gerstein gegründet. Mit einem engagierten Team, ganzheitlichem Denken und der Leidenschaft für das materialspezifische Entwerfen und Konstruieren, werden unterschiedlichste Projekte aus den Bereichen Stadt, Gebäude und Interieur geplant und realisiert. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt im Bauen im Bestand.
„Nehse & Gerstein Architekten analysiert das Vorhandene und zeigt die Potentiale für Erhalt und Neues auf. Tradition, Konstruktion, Handwerk und Materialwahl bilden die Basis für Fortführung und Interpretation. Durch Reduzierung der Gebäudetechnik auf ein vernünftiges Minimum, zukunftsfähige Strukturen und einfaches und materialgerechtes Bauen entstehen robuste Gebäude: Permanenz als Gegenpol zum Temporären.“
www.ng-architekten.de
BIld: © Nehse & Gerstein Architekten
„Nehse & Gerstein Architekten analysiert das Vorhandene und zeigt die Potentiale für Erhalt und Neues auf. Tradition, Konstruktion, Handwerk und Materialwahl bilden die Basis für Fortführung und Interpretation. Durch Reduzierung der Gebäudetechnik auf ein vernünftiges Minimum, zukunftsfähige Strukturen und einfaches und materialgerechtes Bauen entstehen robuste Gebäude: Permanenz als Gegenpol zum Temporären.“
www.ng-architekten.de
BIld: © Nehse & Gerstein Architekten
MODERATION
Die Veranstaltung wurde moderiert von Petra Stephan, der Chefredakteurin des Architekturmagazins AIT.
AIT, die große Fachzeitschrift für Architektur und Innenarchitektur, gibt im Rahmen ganzheitlicher Architekturbetrachtung dem Innenraum seine Bedeutung. Durch Inhalte, Titelgestaltung und Layout stellt AIT zehn Mal im Jahr das Thema Innenarchitektur national und international in den Vordergrund und besetzt damit im Markt der Architekturfachzeitschriften erfolgreich eine Nische.
www.ait-xia-dialog.de
BIld: © AIT
AIT, die große Fachzeitschrift für Architektur und Innenarchitektur, gibt im Rahmen ganzheitlicher Architekturbetrachtung dem Innenraum seine Bedeutung. Durch Inhalte, Titelgestaltung und Layout stellt AIT zehn Mal im Jahr das Thema Innenarchitektur national und international in den Vordergrund und besetzt damit im Markt der Architekturfachzeitschriften erfolgreich eine Nische.
www.ait-xia-dialog.de
BIld: © AIT